Projekte > Integrative Therapie von Anorexia nervosa bei Kindern und Jugendlichen – Erfassung psycho-physiologischer Veränderungen während der stationären Therapie in der Filderklinik

Anorexia nervosa gilt bis heute aufgrund des noch unzureichenden Forschungsstandes zu ihrer Entstehung und Behandlung als eine schwer behandelbare psychische Erkrankung. Multimodale stationäre Behandlungskonzepte werden Leitlinien zufolge bei schwerer Ausprägung der Symptomatik empfohlen. Der Forschungsstand hierzu ist bis dato jedoch noch rar, insbesondere bei jugendlichen Stichproben.

Insgesamt wurden 40 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 11 und 18 Jahren, die wegen einer Anorexia nervosa in der Kinder- und Jugendpsychosomatik der Filderklinik behandelt wurden, in die Studie mit aufgenommen.

Basierend auf der ganzheitlichen Perspektive der Anthroposophischen Medizin erhielten die Patienten ein multimodales und integratives Behandlungskonzept. So wurden neben psychoanalytischen und systemisch familientherapeutischen Aspekten der Psychotherapie sowie rein medizinischen Maßnahmen ergänzend anthroposophisch-homöopathische Medikamente, äußere Anwendungen, Kunsttherapien und Heileurythmie therapeutisch eingesetzt.

Um die Veränderungen des psychischen und körperlichen Gesundheitszustands mit einer gesunden Kontrollgruppe vergleichen zu können, wurden ebenso 40 gesunde Kinder und Jugendliche einmalig untersucht.

Psycho-physiologische Veränderungen innerhalb der Patientengruppe wurden prospektiv bei stationärer Aufnahme, nach 6 Wochen und 3 Monaten Follow-Up erfasst. Neben der Untersuchung der spezifischen Essstörungssymptomatik und Veränderungsmotivation, sowie komorbiden Störungen, dysfunktionalen Denkmustern und der Lebenszufriedenheit, wurden Veränderungen körperlicher Faktoren, darunter die Herzratenvariabilität, Pulswellenlatenz und Körperwärme, näher analysiert.

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung: 11. März 2015
ARCIM Academic Research in
Complementary and Integrative Medicine
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