Projekte > Behandlung von Patienten mit chronischer Osteoarthrose (Gonarthrose) mit Ingwer-Nierenwickel – eine randomisierte, kontrollierte Studie

Arthrose ist die häufigste Ursache von Schmerzen des Bewegungsapparats und Behinderung bei älteren Menschen in den westlichen Kulturen. Schon seit mehr als 5.000 Jahren ist das Rhizom des Ingwers in China und Indien als Heilpflanze bekannt. Klinische Studien zeigen, dass Ingwer sowohl Entzündungsmediatoren sein als auch das subjektive Schmerzempfinden positiv beeinflussen kann. Die äußere Anwendung von Ingwer als Öl (Knie-Massage) oder wärmende Kompresse scheint die Symptome bei Osteoarthrose verbessern zu können, jedoch fehlen in diesem Zusammenhang qualitativ hochwertige Studien nach wissenschaftlichem Standard. Diese Studie hat das Ziel, im Design einer randomisierten, kontrollierten Studie eine schmerzreduzierende Wirkung von Ingwer-Nierenwickeln bei Patienten mit chronischer Osteoarthrose (Gonarthrose) nachzuweisen.

Patienten mit chronischer Osteoarthrose (Gonarthrose) werden hierfür zufällig einer von zwei Gruppen zugeteilt.

Beide dieser Gruppen erhalten im Verlauf über fünf Wochen insgesamt 15 Ingwer-Nieren-Wickel (jeweilige Dauer: 20 Minuten) in standardisierter Applikationsform und werden dabei angeleitet, diese eigenständig durchzuführen. Wobei die zweite Gruppe zeitversetzt mit der Intervention beginnt, sodass sie im ersten Studienabschnitt als Kontrollgruppe fungieren kann. In den fünf Wochen der Behandlungsphase werden die Patienten im Rahmen von drei Sitzungen das Vorgehen durch den Versuchsleiter erlernen, so dass diese mindestens zehn Anwendungen selbstständig zuhause durchführen können.

Bei dieser Studie werden Veränderungen der Symptome (Schmerzstärke, Steifigkeit, physische Funktionalität und Beweglichkeit) sowie die subjektive als auch die objektive Wärmeempfindung (Fragebogen und Bilder der Thermographiekamera) untersucht.

 

Diese Studie wird unter Chronische Erkrankungen-Schmerzen und unter Integrative Therapieverfahren-Äußere Anwendungen aufgeführt.

Letzte Aktualisierung: 27. März 2015
ARCIM Academic Research in
Complementary and Integrative Medicine
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